Das alte Logenhaus

Aus der Erinnerung:
Von unserem alten Logenhaus existiert heute lediglich eine Außenaufnahme. Von außen ist deutlich das Dach des Tempels zu erkennen.

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Es gibt leider keine Fotos der Innenansicht wie bei anderen alten Logenhäusern. Neben dem Tempel verfügte das Haus über einen Bankettsaal, Bibliothek, Clubzimmer sowie eine Einliegerwohnung für den Hausmeister, der für Haus und Garten zuständig war.
Eine kleine Begebenheit: Vor Jahren hatten wir in unseren Räumen eine kleine Ausstellung ausgerichtet. Ich lauschte dem Gespräch 2er alter Damen, die unsere Ausstellung besuchten. „Da unten, wo jetzt Hof und Garagen sind war ein wunderschöner, grosser Garten, wo ich meine Hochzeit gefeiert habe.“ (diese alte Dame war die Tochter unseres Br:.Josef Knettel, Musikdirektor und Ehrenbürger der Stadt Bingen). Übrigens haben die Brr:. und Sw:. jedes Jahr vor Weihnachten die Kinder des Waisenhauses auf dem Rochusberg in die Loge eingeladen, sie beköstigt und reichlich mit Geschenken bedacht. Will heißen auch vor dem Kriege wurde sich schon sozial engagiert.

Von Ehrenbürgern und Kommerzienräten

In vielen Städten sind Straßen nach Persönlichkeiten benannt, die Freimaurer waren. Die meisten Menschen wissen darüber nichts. Das Bayreuther Museum und die örtliche Loge klärten darüber in einer Ausstellung auf (Quelle: Großloge der AFAM).
Auch in unserer Loge hatten wir Brüder, die sich um das Gemeinwohl ihrer Vatersstadt Bingen in besonderer Weise verdient gemacht hatten. Über den Ehrenbürger Dr. Isaak Ebertsheim haben wir bereits berichtet, nach ihm ist eine Straße benannt.
Auch unserem ehemaligen Bruder Adolf Geyger ist Straße gewidmet. Er war Meister vom Stuhl in der Zeit von 1918 bis 1924.
Auch zwei weitere Ehrenbürger sollten nicht unerwähnt bleiben, nämlich Musikdirektor Josef Knettel (er spielte u. a. auch die Orgel in der jüdischen Gemeinde) und der Journalist und Mundartdichter Josef Adolf Schmitt-Krämer.
Apropos Kommerzienräte. Laut Wikipedia ist dies ein Ehrentitel, der im deutschen Reich vor allem bis 1919 an Persönlichkeiten der Wirtschaft verliehen wurde. Die Ehrung erfolgte erst, und zwar keineswegs automatisch, nach erheblichen „Stiftungen für das Gemeinwohl.“ Hier sind von unserer Loge die Gebrüder Fischer (Villa Katharina in der Rochusallee) zu nennen, die aktiv und helfend am gesellschaftlichen Leben der Stadt teilnahmen.

Dr. Isaac Ebertsheim

In dankbarer Anerkennung einer langjährigen, aufopfernden und segensreichen Tätigkeit im Dienste der Armen und Kranken der Stadt wurde Dr. Isaac Ebertsheim an seinem 80. Geburtstag (1898) die Ehrenbürgerwürde seiner Heimatstadt verliehen (so steht es unter „Jüdisches Bingen Dr. Rüböl“ zu lesen). Der Binger Stadtrat beschloss sogar 1960 – und das einstimmig – eine kleine Strasse nach dem jüdischen Ehrenbürger zu benennen.
Warum diese Zeilen? Nun es ist

  1. schon ein Phänomen, dass einem jüdischen Mitbürger die Ehrenbürgerwürde verliehen wird und er
  2. Mitglied unserer Bauhütte (Loge) war. Auch das ist außergewöhnlich, denn vor der „dunklen Zeit“ haben nicht alle Logen jüdische Mitbürger aufgenommen.

Ein Beweis aber, dass unsere Binger Loge auch schon vor dem 2. Weltkrieg zu den liberalen Bauhütten zählte.

Johannisfest 2017

„Klein aber fein“ könnte man das diesjährige Johannisfest überschreiben.
Der Distriktmeister nahm an der Feierlichkeit teil, R. S. hielt eine sehr beachtenswerte Zeichnung unter der Überschrift: „5mal Johannisfest“. So konnten wir mit insgesamt 12 Teilnehmern das diesjährige Johannisfest begehen. Es war eine schöne Feier. Die „Koeche“
haben uns auch wieder kulinarisch verwöhnt.
Dank an alle Akteure für das gelungene Rosenfest „klein aber fein“.

Schottland – Edinburgh im Juni 2017

Vorweg: Es war eine schöne, interessante, abwechslungsreiche und erlebnisreiche Reise.
Die Organisation lag in den Händen der Kaiserslauterner Loge. Aus dem Distrikt Rheinland – Pfalz – Saar (einschl. Wien) nahmen insgesamt 52 Personen an der Reise teil.
Highlights: Fahrt nach Rosslyn Chapel. Dort Besuch der bekannten Kapelle. Lt. den Schriftstellern Christopher Knight u. Robert Lomas (ihr Buch unter den Tempeln von Jerusalem) ist diese Kapelle eine Rekonstruktion des Tempels des Herodes. Die dort ansässige Loge hieß uns nicht nur herzlich willkommen, sondern servierte uns Getränke und Sandwiches. Durch einen Lichtbild- Vortrag erklärten uns die schottischen Brüder die Besonderheiten dieser Kapelle, die wir anschließend besuchten. Es folgten Besuche des Städtchens Airdrie. Die dortige Loge hat mit Kaiserslautern eine Jumelage. Der offizielle Teil der Reise endete mit einem Festabend, an dem auch die mitgereisten Damen teilnahmen.
Alle hatten ausreichend Gelegenheit zum Shopping, denn Edinburgh verfügt noch über einen Einzelhandel, den wir leider bei uns in dieser Vielfalt nicht mehr kennen. Einige Teilnehmer besuchten die in Edinburgh ansässige Großloge und unternahmen Fahrten in die berühmten Highlands.
So endete eine wie bereits erwähnt erlebnisreiche Reise nach Schottland.

Freimaurerloge spendet

Unter dieser Überschrift stand in der AZ vom 13.06.17 folgender Artikel:

Im Zusammenhang mit der 150-Jahrfeier der Freimaurerloge „Zum Tempel der Freundschaft“ in Bingen konnte der Leiterin Musikschule, Christine Eberlein-Mollov, ein Scheck in Höhe von 1800,–Euro für Jugendarbeit überreicht werden. Dabei wurden 1400,– Euro der Binger Loge durch weitere 400,– Euro des Freimaurerischen Hilfswerk (FHW) (eine karikative Einrichtung der „Vereinigten Grosslogen von Deutschland“) aufgestockt. Einen weiteren Scheck aus Sammlung der Mitglieder über 480,– Euro geht an die „Platte“  die Obdachloseninitiative Rheinland-Pfalz – Binger  – Tafel.

AZ, 13.05.2017

Bauleute einer besseren Welt sein

 
 
 
 

Von Christine TschernerFREIMAURER Binger Loge feiert 150. Geburtstag / Ausstellung im Heilig-Geist-Hospital ab 14. Mai

BINGEN – Zirkel und Winkel sind ihr Symbol, Zylinder und Smoking-Pflicht abgeschafft: Die Binger Freimaurer feiern am 20. Mai festlich 150. Geburtstag. Ab 14. Mai lädt eine Ausstellung ins Heilig-Geist-Hospital. 300 Jahre Freimaurerei in Deutschland greift die Schau mit Exponaten und Informationen auf. Was ist dran an Geheimkult und nebulösen Riten?
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AZ, 19.05.2017

Ausstellung zum 150. Geburtstag der Binger Freimaurer

 
 
 
 

Von Christine TschernerBINGEN – Zwölf großformatige Tafeln geben Einblick: Im Foyer des Heilig-Geist-Hospitals informieren die Binger Freimaurer über Meister und Mythos, Symbole und Säulen des Logenlebens. Hintergrund ist der 300. Geburtstag der Freimaurerei in Deutschland. An diesem Wochenende feiert die Binger Loge ebenfalls runden Geburtstag. Mit seiner 150-jährigen Tradition gehört der Bund zu den ältesten Vereinen der Stadt. Aber auch zu den eher öffentlichkeitsscheuen.
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GL AFuAMvD, 29.04.2017

150 Jahre Freimaurerei in Bingen

29. April 2017

Bingen (Foto: fotolia / Matthias)

Bingen (Foto: fotolia / Matthias)

Die Loge „Zum Tempel der Freundschaft“ in Bingen am Rhein feiert am 20. und 21. Mai 2017 ihr 150. Stiftungsfest.

Entscheidet man sich für einen Besuch in Bingen, dann tun das viele Menschen wegen desWeltkulturerbes Mittelrheintal, der Heiligen Hildegard von Bingen, des Binger Lochs, der Weinberge und der edlen Tropfen, die hier gewonnen werden. Aber auch die ansässige Loge ist einen Besuch wert.
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Auf der Walz

Die neueste Ausgabe der Zeitschrift „Unser Rheinhessen“ Frühjahr 17 zeigt einen Wanderburschen in traditioneller Tracht. Sie wandern wieder.

Auch wir – die Loge – haben am Samstag, 01. April, unsere beiden neuen, freigesprochenen Gesellen symbolisch auf die Wanderschaft geschickt.  Erfreulicherweise wurden unsere Kolonnen durch Brüder aus Wiesbaden, Mainz und Bad Kreuznach verstärkt, von denen wir für die gut zelebrierte Arbeit höchstes Lob erhielten. Unsere beiden „Lukull-Jünger (sprich Gesellen), die sich für ihre gute Küche in unserer Loge einen entsprechenden Namen gemacht haben, hatten für eine üppige Gesellen-Vesper gesorgt. Es war mal wieder „eine runde Sache.“

Übrigens in der genannten Zeitschrift steht ein Artikel mit Bildern über unsere Loge und unser Jubiläum.