Von Ehrenbürgern und Kommerzienräten

In vielen Städten sind Straßen nach Persönlichkeiten benannt, die Freimaurer waren. Die meisten Menschen wissen darüber nichts. Das Bayreuther Museum und die örtliche Loge klärten darüber in einer Ausstellung auf (Quelle: Großloge der AFAM).
Auch in unserer Loge hatten wir Brüder, die sich um das Gemeinwohl ihrer Vatersstadt Bingen in besonderer Weise verdient gemacht hatten. Über den Ehrenbürger Dr. Isaak Ebertsheim haben wir bereits berichtet, nach ihm ist eine Straße benannt.
Auch unserem ehemaligen Bruder Adolf Geyger ist Straße gewidmet. Er war Meister vom Stuhl in der Zeit von 1918 bis 1924.
Auch zwei weitere Ehrenbürger sollten nicht unerwähnt bleiben, nämlich Musikdirektor Josef Knettel (er spielte u. a. auch die Orgel in der jüdischen Gemeinde) und der Journalist und Mundartdichter Josef Adolf Schmitt-Krämer.
Apropos Kommerzienräte. Laut Wikipedia ist dies ein Ehrentitel, der im deutschen Reich vor allem bis 1919 an Persönlichkeiten der Wirtschaft verliehen wurde. Die Ehrung erfolgte erst, und zwar keineswegs automatisch, nach erheblichen „Stiftungen für das Gemeinwohl.“ Hier sind von unserer Loge die Gebrüder Fischer (Villa Katharina in der Rochusallee) zu nennen, die aktiv und helfend am gesellschaftlichen Leben der Stadt teilnahmen.